Milchfieber vorbeugen mit smaXtec

Holstein cow with calf lying on straw


Milchfieber ist eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen bei Kühen. Ausgelöst durch Kalziummangel bzw. eine Störung des Kalziumstoffwechsels, entsteht Milchfieber häufig in der heiklen Phase nach der Kalbung, kann aber auch auf ein Bestandsproblem hindeuten.

Milchfieber und seine Folgen

Die Stoffwechselkrankheit tritt laut aktueller Forschung im klinischen oder subklinischen Stadium bei bis zu 54 % der Kühe in einer Herde auf. Subklinische Verläufe kommen relativ häufig vor, bleiben oft unentdeckt und können sich sowohl auf die Herdengesundheit als auch auf den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Betriebs auswirken. Unbehandelt führt Milchfieber nicht nur zu gesundheitlichen Problemen und wirtschaftlichen Ausfällen, sondern darüber hinaus zu schwerwiegenden Folgeerkrankungen.

Kühe, die an Milchfieber leiden, erkranken in der Folge auch oft an Ketose, Nachgeburtsverhalten und Labmagenverlagerung. Kalziummangel ist oft mit geringer Futteraufnahme assoziiert.

Tierarzt Dr. Jonathan Wallis

Relevant sind natürlich auch die massiven Auswirkungen auf die Laktation, besonders wenn die Kuh direkt nach der Abkalbung erkrankt. Das Milchfieber-Risiko erhöht sich in späteren Laktationen bei älteren Tieren. Werden keine Gegenmaßnahmen ergriffen, kann es zur dauerhaften Leistungsminderung und in schweren Fällen zum Tod des Tieres kommen. "Kühe mit Milchfieber starten meist schlechter in die Laktation. Dies gilt insbesondere für Kühe mit subklinischem Milchfieber, da dieses oft unerkannt bleibt. Betroffene Tiere zeigen auch schlechtere Trächtigkeitsraten um den 150. Tag nach der Kalbung und einen reduzierten Besamungserfolg bei der ersten Besamung", bestätigt Tierarzt Dr. Jonathan Wallis.

Typische Milchfieber-Symptome

  • Träge, unsichere Bewegung
  • Fressunlust
  • Geringe Wasseraufnahme
  • Verringerte Körpertemperatur
  • Geringe Aktivität
  • Festliegen

Typische Milchfieber-Folgen

  • Milchverlust
  • Dauerhafter Leistungsverlust
  • Folgeerkrankungen: Ketose, Mastitis, Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerungen
  • Fruchtbarkeitsprobleme
  • Abgang der Kuh
  • Tierarztkosten

ACHTUNG: Die oft tödlich verlaufende E.-coli-Mastitis und Milchfieber zeigen ein ähnliches Symptom-Profil. Darum wird bei festliegenden Kühen immer auch zu einem Schalmtest geraten.

Wirtschaftliche Folgen verhindern

Die Kosten von Milchfieber können je nach Schwere und Verlauf der Krankheit stark variieren. Für klinisches Milchfieber werden in der Fachliteratur Folgekosten von unter € 300 bis über € 600 je Erkrankungsfall sowie eine durchschnittliche Erkrankungsrate von bis zu 20 % der Herde angegeben. Geht man bei einer Herde mit 100 Kühen von jährlich rund 10 % erkrankten Tieren aus, können die Kosten auf über € 4.200 ansteigen. Während die Folgekosten von subklinischem Milchfieber mit durchschnittlich rund € 113 etwas niedriger angegeben werden, können bis zu 50 % der Herde betroffen sein – sodass ein noch größerer wirtschaftlicher Schaden entsteht.

Die Kostenfaktoren bei der Behandlung von Milchfieber sind also sehr umfassend. Eine typische Kostenaufstellung könnte in etwa so aussehen:

  • Behandlungskosten Tierarzt und Medikamente: 40 €
  • Milchverlust pro Krankheitsfall: rund 450 kg bzw. 176 €
  • Verlängerte Zwischenkalbezeit: 40 €
  • Remontierung: 75 €
  • Mehrarbeit und Zeitaufwand: 25 €

Daraus ergeben sich Gesamtkosten von rund 371 € pro Krankheitsfall.

Die gute Nachricht: Mit smaXtec können Sie präventiv handeln und so die wirtschaftlichen Verluste minimieren. Entgleisungen des Stoffwechsels um den Zeitpunkt der Kalbung kündigen sich bei Milchkühen in vielen Fällen bereits vor dem Auftreten klinischer Symptome an. Diese frühen Warnzeichen können durch smaXtec sichtbar gemacht und so durch optimierte Prävention das Auftreten einer klinischen Erkrankung verhindert werden“, bestätigt Tierarzt Dr. Jonathan Wallis. Das ist auch der Konsens aktueller Studien.

Mit smaXtec Milchfieber erkennen und frühestmöglich behandeln

smaXtec erkennt durch die hochpräzise und kontinuierliche Überwachung der inneren Körpertemperatur mittels TruTemp®-Technologie (±0,01 °C relative Genauigkeit) nach einer Kalbung sofort, wenn die Körpertemperatur weiter absinkt. Neben der Temperatur werden weitere wichtige Parameter wie Wiederkauaktivität, Bewegungsaktivität, aufgenommene Wassermenge und Trinkzyklen überwacht.

Befragungen unter smaXtec-Kunden zeigen, dass sich durch die Temperatur- und Abkalbemeldungen von smaXtec eine Reduktion der Krankheitskosten von fast 40 % erreichen lässt.

smaXtec Vorteile Milchfieber

Das Kurvenbeispiel zeigt bereits vor der Abkalbung eine deutlich verringerte Wiederkauaktivität. Kurz nach der Kalbung signalisierte das smaXtec-System mit der Meldung „Verminderte Körpertemperatur“ einen erneuten Temperaturabfall. Nur einen halben Tag später wies die Meldung „Abfall Bewegungsaktivität“ auf ein Festliegen der Kuh infolge akuten Milchfiebers hin. Glücklicherweise konnte der Landwirt die Kuh durch Kalziumgabe wieder stabilisieren, sodass sich die Wiederkauaktivität in den folgenden Tagen normalisierte.

Wenn ich eine Abkalbemeldung bekomme, ist das Kalb spätestens in 8–10 Stunden da. Das vereinfacht das Management sehr. Wenn dann die Wiederkautätigkeit vor der Kalbung schon extrem abfällt und auch die Temperatur extrem abfällt, dann wissen wir eigentlich schon, dass wir Prophylaxe geben müssen – durch einen Kalzium-Bolus oder Sonstiges, dann kommt die Kuh auch nicht zum Festliegen.

Johannes Aringer, Landwirt in Bayern

Milchfieber richtig behandeln

Wir empfehlen, die Tiere im Zeitraum rund um die Kalbung genau zu beobachten und rechtzeitig Vorkehrungen zu treffen –
achten Sie unbedingt auf die smaXtec-Abkalbemeldung. Auf diese Weise können Sie das Milchfieber-Risiko schon im Vorfeld senken und bei Bedarf frühzeitig einen Tierarzt hinzuziehen.

Das können Sie tun, wenn das Tier erkrankt ist:

  • Tiere aufmerksam beobachten und bei Symptomen schnell reagieren
  • Verabreichen von Kalzium in Form eines Bolus oder einer Infusion
  • Schnell verfügbare Energie zuführen (Propylenglykol, Glukose)
  • Drenchen
  • Tierarzt konsultieren

Wir hatten immer wieder Probleme mit Milchfieber und konnten diese Tiere dann zeitnah mit Kalzium versorgen, denn anhand der Temperaturkurve können wir den Temperaturabfall sehr schnell erkennen. Dadurch haben wir keine Tiere mit klinischem Milchfieber mehr.

Carsten Braack, Landwirt aus Schleswig-Holstein

Mit smaXtec erkennen Sie Milchfieber frühestmöglich, nämlich bereits bei der ersten Immunreaktion. Das smaXtec-System erkennt Temperaturabfälle, verminderte Wiederkauaktivität sowie verminderte Bewegungsaktivität – und erkennt so Milchfieber lange bevor klinische Symptome auftreten. Durch die automatisierten Krankheitsmeldungen mittels der innovativen TruAdvice®-Technologie können Sie gezielt vorbeugen, schnell reagieren und so die Tiergesundheit verbessern, Krankheitskosten senken und Kosten sparen. Für eine starke Herde und nachhaltigen Erfolg in Ihrem Betrieb!

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