OSAM-Projekt: 93 % der Mastitisfälle erkannt
Mastitis gehört zu den kostspieligsten Erkrankungen in der Milchviehhaltung. Jeder Fall bedeutet Milchverluste, Behandlungskosten und häufig auch langfristige Schäden am Euter. Besonders tückisch sind subklinische Verläufe, denn diese bleiben oft unbemerkt. Umso entscheidender ist eine möglichst frühe Erkennung.
Das Praxisprojekt OSAM zeigt eindrucksvoll, welchen Unterschied hier die digitale Temperaturmessung macht: 93 % aller Mastitisfälle wurden mit smaXtec erkannt – nur 35 % der Fälle wären durch herkömmliche Wiederkaukontrolle allein entdeckt worden. Bei gefährlichen E. coli-Infektionen lag die Rate mit Temperaturmessung sogar bei 100 %. Das macht den entscheidenden Unterschied: Frühestmöglich erkannt lassen sich Euterentzündungen gezielter behandeln und schwere Verläufe können verhindert werden.
Das Projekt OSAM: Zusammenarbeit für mehr Tiergesundheit
Das Praxisprojekt OSAM wurde gemeinsam von HIPRA, der Tierarztpraxis Bahrenborstel und smaXtec auf einem Milchviehbetrieb in Niedersachsen mit rund 545 Kühen durchgeführt. OSAM steht für: „one step ahead of Mastitis“, oder auf Deutsch: „der Mastitis einen Schritt voraus.“ Ziel war es, in einem praxisnahen Versuch zu prüfen, wie sich der Einsatz von smaXtec auf die Eutergesundheit und die Früherkennung von Mastitis im Vergleich zur herkömmlichen Wiederkaukontrolle auswirkt.
Versuchsaufbau:
- Methodik: Vergleich der Herdengesundheitsparameter vor und nach smaXtec-Einsatz
- Erfasst wurden:
- Somatische Zellzahlen
- Prävalenz und Dynamik von Infektionen
- Heilungsraten
- Klinische Mastitisfälle
- Hauptpathogene (v. a. Strep. uberis, E. coli)
Annabel Fuß, HIPRADie Zusammenarbeit im OSAM-Projekt zeigt deutlich, wie praxisnah digitale Früherkennung die Tiergesundheit verbessert.
Die Zahlen sprechen für sich
Die Ergebnisse nach Einführung der smaXtec-Boli waren eindeutig:
93 % Erkennungsrate bei Mastitis
Nahezu alle Mastitisfälle wurden mit dem System frühzeitig erkannt – noch bevor deutliche klinische Symptome auftraten. Im Vergleich dazu: Mit der Überwachung der Wiederkautätigkeit allein wären nur 35 % der Fälle entdeckt worden.
100 % bei E. coli-Infektionen
Besonders beeindruckend: Alle E. coli-Mastitiden, die oft dramatisch verlaufen, wurden mit smaXtec rechtzeitig identifiziert.
Sinkende Mastitisrate
Die klinische Mastitisrate ging ab dem Einsatz von smaXtec deutlich zurück – ein direkter Effekt der Früherkennung und der gezielten Behandlung.
Bessere Heilungschancen
Die Heilungsrate stieg dafür messbar an. Gleichzeitig sank der Anteil chronischer Verläufe, die besonders schwer zu behandeln sind und oftmals dauerhaft die Eutergesundheit belasten.
Wirtschaftlicher Nutzen
Die Kombination aus früherer Erkennung, weniger klinischen Fällen und höheren Heilungsraten führt zu geringeren Behandlungskosten, weniger Antibiotikaeinsatz und reduzierten Milchverlusten.
Für den Praxisbetrieb bedeutet das: mehr Tiergesundheit und eine messbare Entlastung im Betriebsalltag.
Tierarztpraxis BahrenborstelSeit Einführung der smaXtec-Sensoren sehen wir Krankheitsverläufe, vor allem Mastitiden, wesentlich früher und können gezielt reagieren. Den Einsatz von Antibiosen haben wir so deutlich reduzieren können.
Was bedeutet das für Ihren Betrieb?
Die Ergebnisse aus dem OSAM-Projekt zeigen klar: Krankheitsfrüherkennung mit smaXtec ist kein Luxus, sondern ein wirksames Werkzeug für modernes Herdenmanagement. Landwirte profitieren konkret durch:
- Stabilere Milchleistung: weniger Ausfälle durch höhere Tiergesundheit
- Weniger akute und klinische Krankheitsfälle: Früherkennung verhindert schwere Verläufe
- Geringere Behandlungskosten: gezielte Medikation, geringerer Antibiotikaeinsatz
- Bessere Eutergesundheit: höhere Heilungsraten und weniger chronische Fälle
- Mehr Sicherheit: 24/7 Überwachung ohne zusätzlichen Arbeitsaufwand